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Vilm: Ausflugsfahrten zur Insel Vilm und Führungen auf der Insel Vilm
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Informationen zur Insel Vilm im Greifswalder und Rügenschen Bodden
Zum Landkreis Rügen gehören nicht nur die Insel Rügen und deren große westliche Nachbarinseln Hiddensee und Ummanz sondern auch die Insel Vilm vor der Südküste Rügens. In der Literatur heißt es zur Lokalisierung dieser Insel auch, dass sie zusammen mit der Greifswalder Oie und dem Ruden zu den drei Inseln im Greifswalder Bodden gehöre. Gemeint ist damit das Gewässer zwischen Rügens Südküste und der Küste vor der Stadt Greifswald. Auf Rügen ist es indes üblich, das Küstengewässer von Lauterbach bis hinter die Insel Vilm "Rügischer Bodden" zu nennen. Ihm schließt sich dann in dieser Unterteilung der Gewässer der große Greifswalder Bodden an. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen das eine Mal erzählt wird, dass die Insel Vilm im Greifswalder Bodden liegt und ein anderes Mal vom Rügischen Bodden die Rede ist. Gemeint ist das Gleiche.
Die Größe der kleinen Insel Vilm
Die Insel Vilm besteht aus dem "Großen Vilm" im Nordosten
mit Erhöhungen bis zu rund 37 Metern und dem "Kleinen Vilm"
mit nur bis zu 21 Meter Höhe im Süden. Von einem zum anderen Ende der Insel sind es nur rund 2,5 Kilometer.
Dabei ist die Breite der Insel so klein, dass der ganze Vilm nur rund
einen qkm groß ist. Diese Zahlen sollen nur eine ungefähre
Orientierung vermitteln, denn durch Uferabtrag an der Steilküste
und Anlandung andernorts gibt es fortlaufend Veränderungen.Einen
Rundgang auf der Insel Vilm können wir vom Kreidefelsen-Team
allen Naturliebhabern nur wärmstens empfehlen.
Eichen und Buchen auf der Insel Vilm und die Maler, die die Insel liebten
Nach einem Besuch auf der Insel Vilm schwärmte der Dresdner
Arzt und Maler Carl Gustav Carus (1789-1869) von diesem "kleinen Eilande".
"Ungestört und ehrwürdig" seien hier "Eichen und Buchen
zu ungewöhnlichem Umfange aufgewachsen". Noch heute kann
man bei einem Rundgang auf der Insel diesen herrlichen Baumbestand
bewundern, da er rechtzeitig unter Schutz gestellt wurde.
Die Insel Vilm als Naturschutz- und Regierungsinsel
Im Jahr 1936 wurde die Insel Vilm unter Naturschutz gestellt. Im
Jahr 1959 erfolgte die Übernahme der Insel durch den Ministerrat
der DDR. In der Folgezeit wurde die Insel Vilm für den öffentlichen
Besucherverkehr gesperrt.
Auf der Insel entstanden elf Häuser (Gästehäuser, Verwaltungs-
und Wirtschaftsgebäude). Hohe Funktionäre, einschließlich
der DDR-Staatschefs Ulbricht und Honecker weilten hier. Abgeschirmt
von der Bevölkerung verbrachten sie hier ihre freien Tage.
Damit war die Zeit der starken öffentlichen Nutzung der Insel Vilm vorüber. Zu dieser war es in den Jahren 1957/58 gekommen. Damals gab es eine öffentliche Gaststätte auf der Insel. Fahrgastschiffe sollen zeitweise täglich bis zu 700 Menschen auf die Insel gebracht haben. Für einen solchen Besucherstrom wurde die Insel Vilm auch am Ende der DDR-Zeit und danach nicht mehr geöffnet.
Unmittelbar vor dem Ende der DDR kam es am 1. Oktober 1990 zur "Verordnung über die Festsetzung von Naturschutzgebieten und einem Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung mit der Gesamtbezeichnung Biosphärenreservat Südost-Rügen". Die Insel Vilm gehört als Naturschutzgebiet weitestgehend zur Schutzzone I dieses Biosphärenreservates, also ihrem Kernbereich. Der Rest mit den Gästehäuser und anderen genutzten Flächen ist Teil der Schutzzone II, der sogenannten Entwicklungs- und Pflegezone.
Internationale Naturschutzakademie (INA) auf der Insel Vilm
Die "Internationale Naturschutzakademie Vilm" wurde am 6. Oktober 1990 ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist heute dem Bundesamt für Naturschutz als Aussenstelle zugeordnet. Genutzt werden die bereits erwähnten Gebäude aus der DDR-Zeit. Zu den Aufgaben der Akademie gehört die "fachwissenschaftliche Beratung und Unterstützung des Bundsumweltministers im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit, ökosystemare Umweltbeobachtung und Forschung im Ostseeraum, Förderung des Wissenschaftstransfers und der internationalen Zusammenarbeit".
Vilm-Malerei: Carl-Gutstav Carus und Caspar Davi Friederich
Dass der Arzt und Maler Carl-Gustav Carus zu den vielen Menschen gehörte, die von der Insel Vilm, bei einem Besuch begeistert waren, wurde bereits erwähnt . Mit großer Wahrscheinlichkeit ist auch sein Ölgemälde "Erinnerung an eine bewaldete Ostseeinsel" von seinem Aufenthalt auf der Insel Vilm angeregt worden. Dagegen trägt ein Aquarell von Friedrich Preller dem lteren (1804-1878) aus der Zeit um 1840 eindeutig den Titel "Insel Vilm". Diese Insel hat auch keinen geringeren als den berühmten Caspar David Friedrich (1774-1840) in seiner Kunst beeinflußt. Bereits der Blick von Rügen zur Insel Vilm inspirierte ihn. So entstand um 1801 eine Bleistiftzeichnung mit diesem Motiv und um 1809 seine Sepiazeichnung "Blick zur Insel Vilm". Besonders faszinierend ist das Ölgemälde "Landschaft mit Regenbogen", das nach den genannten Arbeiten im Jahr 1810 entstand.
Lust auf eine Fahrt zur Insel Vilm und eine Führung? Hier die Möglichkeit:
Fahrgastreederei
Lenz e.K.. Telefon: 038301-61896, Fax: 038301-61874,
E-Mail: fgr.lenz@t-online.de,
Internet: www.vilmexkursion.de
oder Infokiosk im Lauterbacher Hafen / Jenny'y Hafencafé
Bilder von der Insel Vilm aus dem Jahr 2009: News von der Insel Vilm
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