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Ausstellungen in der GALERIE MÖLLER in Warnemünde (Am Strom 68).
Bis 19. Januar FRIEDRICH W. FRETWURST Malerei und Grafik sowie BURGfräulein KATRIN LUDWIG, SUSANNE BAUER, KARIN SEHNERT,
MIRA MÖBIUS, ETSUKO MIKI Porzellan. 21. Januar bis 2. März:
CHRISTIAN LANG Malerei und Grafik CORNELIA VÖLKER Schmuck

Ostsee-News vom 18. Januar 2010 (ur). Wer jetzt in Warnemünde Urlaub macht, kann noch bis einschließlich morgen eine Ausstellung mit Malerei und Grafik von Friedrich Wilhelm Fretwurst sowie Porzellan vom Burgfräulein sehen. Wer sich hinter "BURGfräulein" verbirgt, erfahren Sie in den ausführlichen News für den Urlaub an der Ostsee weiter unten auf dieser Seite. Dort werden Sie auch über die nächste Ausstellung in der Galerie Möller informiert. Sie wird am 21. Januar um 19 Uhr eröffnet. Nico Miquea wird während der Ausstellungseröffnung lateinamerikanische Musik auf der Gitarre spielen. Gezeigt wird dann bis zum 2. März Malerei und Grafik von CHRISTIAN LANG sowie Schmuck von CORNELIA VÖLKER.

 

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© Fotos und Texte: Kreidefelsen GbR, Redaktion: Wolfgang Urban (ur)

18. Januar 2010 Ausstellungen in der GALERIE MÖLLER im Seebad Warnemünde (Am Strom 68). Bis 19. Januar FRIEDRICH W. FRETWURST
Malerei und Grafik sowie BURGfräulein KATRIN LUDWIG, SUSANNE BAUER, KARIN SEHNERT, MIRA MÖBIUS, ETSUKO MIKI Porzellan. Ab 21. Januar: CHRISTIAN LANG Malerei und Grafik CORNELIA VÖLKER Schmuck

Ostsee / Warnemünde (ur): Wer jetzt in Warnemünde Urlaub macht, kann noch bis einschließlich morgen eine Ausstellung mit Malerei und Grafik von Friedrich Wilhelm Fretwurst sowie Porzellan vom Burgfräulein sehen.

Die Galerie ist problemlos beim Spaziergang am Alten Strom von Warnemünde zu finden. Einfach auf das Segel nebenan achten und ein paar Schritte weiter öffnet sich für Sie die Möglichkeit des Kunsterlebnisses.
Neben der aktuellen Ausstellung sind in der Galerie auch weitere Werke von Künstlern und Kunsthandwerkern zu finden.
Was einem in der GALERIE MÖLLER besonders anspricht, kann man dort auch erwerben, denn es handelt sich um eine Verkaufsausstellung, allerdings um keine auf plattem Niveau.
Galerie Möller in Warnemünde

Den Künstler Friedrich W. Fretwurst charakterisiert Galeristin Ulrike-Sabine Möller wie folgt:

Friedrich W. Fretwurst ist ein leidenschaftlicher Maler der Küste und hat sich über Jahrzehnte eine führende Stellung und Anerkennung unter Fachleuten und Kollegen erarbeitet, aber auch das Herz vieler Sammler und Ausstellungsbesucher erobert.

1936 in Althagen auf dem Fischland geboren, studierte er Kunsterzieher an der Universität Greifswald, war Jahre in diesem Beruf tätig, bis er von 1966 – 1970 Malerei und freie Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studierte. Dem Studium folgte ein Lehrauftrag an selbige Kunsthochschule und eine freiberufliche Zeit als Maler bis 1997 in Berlin. Während der 30 Jahre in Berlin, in denen er die Küste als Thema nie aus dem Auge verlor, entwickelte er seine unverwechselbare Handschrift, und wenn von Malkultur die Rede war, stieß man immer auch auf seinen Namen. Mit konsequenter Besessenheit drückt er über die Farbe sein Lebensgefühl aus, versteht es aber genauso in der Grafik das Wesen der Landschaft zu erfassen.

1997 siedelte er mit seiner Frau, der Malerin Antje Fretwurst-Colberg (2002 waren sie in einer Gemeinschaftsausstellung in der Galerie vertreten) zurück auf das Fischland in das Haus seiner Großeltern. …

Aber was verbirgt sich hinter BURGfräulein? Dieses BURGfräulein "präsentiert kostbares und individuelles Porzellan aus seiner Schatztruhe!", sagt Galeristin Ulrike-Sabine Möller und fügt hinzu:

Hinter BURGfräulein stehen Absolventinnen der Kunsthochschule BURG Giebichenstein Halle. Alle Arbeiten des BURGfräulein tragen unterschiedliche Handschriften – haben aber eines gemeinsam: es sind handgearbeitete Stücke in zeitgenössischem Design.

Porzellan, auch WEISSES GOLD genannt, besteht neben einigen Spurenelementen aus drei wesentlichen Bestandteilen Kaolin (Porzellanerde), Feldspat und Quarz. Der Herstellungsprozess von Porzellan wurde zunächst im Kaiserreich China im Jahre 620 entwickelt, die Herstellungsmaterialien und -methoden wurden lange Zeit geheim gehalten. Um 1300 brachte Marco Polo das erste Porzellan nach Europa (Italien). Es gelang den Europäern jedoch zunächst nicht, das Geheimnis der Herstellung des Porzellans zu entschlüsseln. Erst im Oktober 1708 gelang es Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus in Dresden bzw. Meißen, das erste europäische Porzellan zu produzieren.

Die 5 beteiligten Künstlerinnen, die sich 2007 zu der Künstlergruppe BURGfräulein zusammenschlossen, geben einen interessanten Einblick in die heutigen Möglichkeiten der Porzellangestaltung. Die Spannweite reicht vom Gefäß, über Schmuck bis zum schwebende Objekt….

Die nächste Ausstellung in der Galerie Möller wird am 21. Januar um 19 Uhr eröffnet. Nico Miquea wird während der Ausstellungseröffnung lateinamerikanische Musik auf der Gitarre spielen. Gezeigt wird dann bis zum 2. März Malerei und Grafik von CHRISTIAN LANG sowie Schmuck von CORNELIA VÖLKER. Dazu teilte Ulrike-Sabine Möller mit:

Der Chemnitzer Grafiker und Maler Christian Lang gehört zu dem ausgewählten Kreis der Künstler, die die Galerie Möller in regelmäßigen Abständen mit neuesten Arbeiten zeigt. Er war mit seinen Werken bei allen thematischen Ausstellungen vertreten und diese Exposition ist bereits seine vierte eigene Ausstellung in unserer Galerie. Folgedessen sind besonders seine Grafiken in vielen norddeutschen Privatsammlungen aber auch in öffentlichen, wie der Kunsthalle Rostock, oder dem Restaurant „Cezann“ in der Warnemünder Mühlenstraße zu finden.

Dieser Erfolg ist beharrlich erarbeitet. Christian Lang ist 1953 in Chemnitz geboren. Zunächst war er nach einer Lehre als Werkzeugmacher in diesem Beruf tätig. Bereits in diesen Jahren hat er sich autodidaktisch mit Malerei und Grafik beschäftigt. 1984 durch die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler, die gleichzeitig eine Anerkennung durch die Kollegen bedeutete, baute er sich eine eigene Druckwerkstatt auf. Er rekonstruierte alte, heute nicht mehr praktizierte Drucktechniken, wie das Mezzotinto, baute seine Werkzeuge dafür selbst, vereinte sie z.B. mit Kaltnadelradierungen und Frottagen zu einem unverwechselbaren grafischem Stil, voller ungeahnter Ausdrucksmöglichkeiten mit dem er in seiner stillen Art auf das Bedenken unserer Lebensräume aufmerksam macht. Es gibt in Deutschland kaum einen Künstler, der ein grafisches Werk vorweisen kann, mit einem Raum imaginierenden Landschaftsbild von fantastisch-sphärischen Weiten, in derart hervorragender druckgrafischer Qualität. Die Bildarchitektur wird in Studien vorbereitet. Das Zeichnerische trägt die Komposition, und die Farbe ist dem untergeordnet, eher koloriert eingesetzt. In der Malerei ist das Verhältnis umgedreht. Die Farbe bestimmt die Komposition und die Linie, also das grafische Element wird benutzt die Oberfläche mit lebendiger Struktur zu gestalten. Letztlich durchdringen und bedingen Grafik und Malerei im Werk Christian Langs einander und im Hintergrund scheint man beim Betrachten immer Musik zu hören. Ohne sie, bevorzugt klassischen Jazz, aber er ist auch offen für Rock-, irische Folkmusik und andere Musikrichtungen, entsteht kein Bild. Seine LEBENSRÄUME, Hauptthema seines künstlerischen Schaffens, regen zum Bedenken des WOHER? und WOHIN? an. Fossile Elemente wie, z. B. der Ammonit, die er auch leidenschaftlich sammelt, ziehen sich durch seine Bildkompositionen, wie andere Zeichen und Symbole, Kreuze, Federn. Ob er Reiseeindrücke aus Australien verarbeitet, oder den bekanntesten deutschsprachigen jüdischen Autor Edgar Hilsenrath illustriert, biblische Themen, wie die Arche Noah in Folgen immer wieder aufgreift, Akte radiert oder malt, sein Radius dreht sich immer um eine Mitte: empfindsam, berührend, aber auch kraftvoll dynamisch – das Menschliche.

Cornelia Völker ist ebenfalls seit vielen Jahren mit ihrem Schmuck in der Galerie vertreten. Es ist ihre dritte Personalausstellung in diesen Räumen. Ihre Handschrift im Schmuck, ihr persönlicher Stil ist in hohem Grade wieder erkennbar. Sie erschafft Schmuckstücke, die weder penibel kleinlich noch künstlerisch aufgesetzt erscheinen. So kommunikativ, wie sie selbst veranlagt ist, sie veranstaltet in ihrer Schmuckschmiede in Berlin 4 x im Jahr Ausstellungen mit Malern und Grafikern, es gibt bei ihr ein Maibowlenfest und ein Punschfest, so ist sie auch in ihrer Schmuckauffassung auf Verbindlichkeit durch ausdrucksstarke Individualität aus.

Cornelia Völker ist 1954 in Witten an der Ruhr geboren und hat in ihrer Ausbildung alle Stationen von der strengen Goldschmiedelehre, Gesellenzeit, dem Besuch der Fachoberschule für Gestaltung bis zum Studium für Industrie-Design an der Hochschule in Wuppertal durchlaufen. Der Schmuck ist ihre Passion geblieben. Der geisttötenden Gefahr der seriellen Produktion ist sie entronnen und entwirft und fertigt selbst nur Unkate.
Typisch für sie ist die Verwendung von Silber und Gold in Kombination mit edlen Steinen in einem Schmuckstück. Und was für Steine ! Der Opal mit seinem geheimnisvollen vielfarbigen Leuchten aus dem Inneren scheint ihr Lieblingsstein zu sein. Sie holt, oder bezieht ihn aus Mexiko und Australien. Alle anderen Steine, Korallen, Karneole, Lapis, Granat, Aquamarin oder Turmaline aus Brasilien bezieht sie als Rohsteine, die ihr Steinschleifer nach ihren Wünschen bearbeitet. Aus den Unikaten der Natur entstehen, mit großer Achtung vor diesen Naturwundern, ihre Unikate, die dem vorgegebenen folgen und die doch am Ende typische Völkerschmuckstücke sind. Bei aller Experimentierfreudigkeit bleibt sie in der Gestaltung materialgerecht. So pendelt sie, oft in einem Stück, zwischen konstruktiven und organischen Elementen, hell und dunkel, Hochglanz und mattiert oder geätzt. Selbst in ihren sehr ungewöhnlichen Doppelringen, die über zwei Finger zu tragen sind und in der Galerie immer besondere Aufmerksamkeit erregen, behält sie den Adressat, die Trägerin im Auge. Ihr Schmuck ist in seiner Qualität eine Quintessenz aus solidem Handwerk, gestalterischer Disziplin und subjektivem Ausdruck.

Geöffnet ist die GALERIE MÖLLER von Montag bis Samstag
von 10-18 Uhr und am Sonntag von 10-16 Uhr.

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